
Denkt man da nicht gleich an einen Horrorfilm, in dem die schnell wachsenden Alienstränge gleich alles überwuchern und die Welt übernehmen? Dabei guck ich keine Horrorfilme. Nur Fantasy, Science Fiction, Katastrophen, Apokalypse und Post-Apokalypse. Keine Zombies! Ich schwöre.

Also, was hier leicht gruselig aus dem Totholz wächst, ist ein Rhizomorphem, wahrscheinlich vom Hallimasch. Nach den Regengüssen sprießen die Pilze. Der ganze Wald riecht danach. Von den guten, den leckeren habe ich noch keine gesehen. Die Baumpilze, die Totholzverwerter, haben oft einen grünen Algenüberzug, so nass war es.

Den hier unten kennt ihr alle. Er wächst teilweise riesengroß an geschwächten Bäumen. Sieht immer aus, als könne man ihn einfach abbrechen, aber von wegen! Er heißt im Übrigen „Zunderschwamm“ weil man früher sein Inneres als ebendies verwendete.

Die beste Entdeckung heute war ein „Waldhähnchen“, ein „Chicken of the Woods“. Ist in alle Richtungen fette zwei Handbreit groß. Tatsächlich ist das ein guter Speisepilz mit einer Hähnchen-ähnlichen Struktur (wenn man nur die jungen Ränder nimmt und die Stücke abkocht …) Ich habe ihn stehen lassen. Soll er doch alt und zäh werden.
