
Ich wollte gerne eine Geschichte schreiben. Nicht etwas Tiefsinniges, keine philosophische oder tiefenpsychologische Betrachtung der Zeit oder des Lebens, nicht über mein eigenes Leben, keinen Krimi oder Thriller mit fliegenden Kugeln und überraschenden Twists, keinen Anwärter auf einen Literaturpreis, nicht wirklich einen Liebesroman, obwohl … Nur eine gute Geschichte wollte ich schreiben.
Natürlich hatte sie dann doch etwas mit Liebe zu tun. Mit Liebe zum Meer. Und Tote kommen auch vor. So etwas 20.000, aber das weiß niemand so genau. Das war einer der spannendsten Punkte beim Schreiben. Die Geschichte spielt in einer Zeit, über die es keine Aufzeichnungen gibt.
Und von hier an geht es weiter mit einer Mischung aus Klappentext und Pressetext, weil ich habe mir ja nicht umsonst so viel Mühe damit gegeben.
Ach, und ich habe auch unendlich viel über Rechtschreibung und Zeichensetzung gelernt (tatsächlich, wie konnte ich nur mein Brot damit verdienen), Hunderte von Stilempfehlungen verworfen, die man praktisch überall umsonst bekommt, und ich habe auch nicht im Klappentext-Satz das „habe“ nach hinten gestellt, wie die WP Prüfung (noch eine) es empfiehlt, weil das bin ich. Das bin ich. Mein verquerter Stil. Begreif das endlich. Und schon wirst du abgeschaltet. Und der Start-Satz ist natürlich zu lang und insgesamt zu überarbeiten, weil wegen …
Und ich weiß jetzt natürlich alles über Buchdruck. Dass man Serifenschriften besser lesen kann, weiß ja jeder, aber ich wusste tatsächlich nicht, wie all die verschiedenen An- und Ausführungszeichen heißen (s.u. im PS).
Und ist ja wohl (halt: Der Ausdruck ‚ja wohl‘ kommt sehr häufig in der Umgangssprache vor. Möchten Sie ‚ja‘ weglassen, um Ihren Text formeller zu machen?) klar, dass ein neuer Absatz und ein Sprecherwechsel immer immer immer mit einem Einschub beginnen. Aber wusstet ihr, dass es „üblich??“ ist, im allerersten Absatz genau das nicht zu tun? Sieht auch blöd aus. War mir dann egal. Da war ich gerade wütend. Aber das mit dem Schmutztitel habe ich kapiert.
Also nun endlich zurück zum Inhalt.
Femke schaute auf das Meer. Ihren alten Freund. Ihren Feind.
Und nichts davon. Nur das Meer.
Wenn Menschenhände ein Wrack heilen konnten, bis es wieder Lust hatte zu fahren, wenn Gedanken ein Segel erschaffen konnten, das mit dem Wind sprach, wenn Menschen aus Netzen gezogen wurden und Träume Stürme ritten, ohne unterzugehen – dann war vielleicht nicht alles
verloren. Vielleicht war dann alles möglich.
Meerweh & Gegenwind
Ganz sicher ein Roman für Meerverrückte, Geschichtsinteressierte und Nordseeliebhaber. Im ersten Roman Dem Meer ist es gleich aus der Meerweh & Gegenwind-Reihe schreibt man das Jahr 1346. Husum liegt weit im Landesinneren. Im Sielhafen von Rungholt laufen die Geschäfte mit Salz, Wolle und Vieh ausgezeichnet. Schwere Koggen segeln vor einer Küste, die es so bald nicht mehr geben wird. Ein ungewöhnliches Kind wird geboren. Femke wächst auf in tiefer Verbundenheit zu Meer. Sie will nicht sein, was andere von ihr wollen. Statt Heirat, Herd und Gehorsam will sie raus aufs Wasser.
Aber bevor irgendetwas davon passieren kann, kommt die Pest und wenig später nimmt die Grote Mandränke, die große Flut, ihr und Tausenden von anderen Küstenbewohnern alles, was sie hatten.
Sie überlebt. Aus Überlebenden werden Räuber, und die sagenumwobenen Wogemänner ziehen plündernd durch die verwundete und völlig veränderte Küstenwelt. Femke wird ein Teil von ihnen. Aber sie kämpft darum, sich ein neues Leben aufzubauen: als Fischerin, Geschäftsfrau und Erzählerin an einem Ort, der sich gerade erst selbst erfindet: Husum, das nach der großen Flut plötzlich ein Küstenort ist.
An Femkes Seite erlebt man die Geschichte der Uthlande hautnah. Dem Meer ist es gleich erzählt die spannende Geschichte einer ungewöhnlichen Frau, die an das Meer alles verliert und ihm trotzdem nicht den Rücken kehren kann. Ein historischer Roman über Küsten, die verschwinden, über Frauen, die mehr wollen, als ihnen ihre Zeit zugesteht, und über die Frage, wie man weiterlebt, wenn die alte Welt fortgespült wurde.

Unbedingt das PS über Guillemets lesen.
PS: Im deutschen Schriftsatz werden in allen Ländern (außer der Schweiz und Liechtenstein) als Anführungszeichen entweder die deutschen Anführungszeichen („…“; Merkhilfe nach dem Aussehen der Zeichen: 99–66) oder die französischen Anführungszeichen mit den Spitzen nach innen verwendet (»…«, Guillemets, auch Gänsefüßchen genannt[14]). Die Anführungszeichen verdankten in der Druckersprache den Namen Gänsefüßchen dem Umstand, dass die (ältere) französische Form an den Abdruck eines Gänsefußes erinnert; mittlerweile ist dieser ornithologische Hintergrund untergegangen, sodass inzwischen alle Arten von Anführungszeichen damit bezeichnet werden. Die französischen Anführungszeichen mit den Spitzen nach außen – wie in den romanischen Sprachen üblich – sind im deutschen Satz vorwiegend in der Schweiz und in Liechtenstein gebräuchlich.
Im Amtlichen Regelwerk (z. B. Duden R7–R12, auch in den Richtlinien für den Schriftsatz, ebenso im Wahrig-Rechtschreibwörterbuch §§ 89–95) werden die Regeln zur Verwendung behandelt, nicht jedoch, ob „deutsche“ Anführungszeichen oder Guillemets zu verwenden sind. Beide Möglichkeiten stehen gleichwertig nebeneinander. Im Duden Band 9 (Richtiges und gutes Deutsch) werden die deutschen Anführungszeichen der Hand- und Maschinenschrift zugeordnet, die Guillemets dagegen dem Buchdruck, wobei auch hier als halbe Anführungszeichen ‚…‘ und ›…‹ gleichberechtigt nebeneinander stehen.[15] Vorteile der Guillemets gegenüber den deutschen Anführungszeichen sind die Unverwechselbarkeit gegenüber Komma, Apostroph und Zollzeichen. Außerdem stören die deutschen Anführungszeichen die Zeilenbildung durch ihr aus der Zeilenmitte gerücktes Bild, die französischen Anführungen hingegen ähneln anderen Interpunktionszeichen nicht und unterstützen die Zeilenbildung.[16] Nach Ansicht des Textportals Rotkel zeichnen sich die Guillemets außerdem durch eine elegantere Erscheinungsform aus.[17] Während Guillemets im Buchdruck überwiegen, werden in Zeitungen normalerweise deutsche Anführungszeichen verwendet. Quelle: Wikipedia