Krawumm …

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Burano muss man an einem Sonnentag besuchen. Wenn die Farben so richtig knallen und das Wasser im Kanal blau leuchtet und der Himmel damit wetteifert. Für die, die es nicht kennen: Die Farben der Häuser sind die Farben der ursprünglichen Fischerfamilien. Dass die Fischer so besser das richtige Haus fanden, wenn sie erfolgs- und weintrunken heimschipperten gehört zur Ortslegende.

Heute dürfen auch Leute dort Häuser kaufen, die weder Fischer sind noch von der Insel stammen. Nur anstreichen dürfen sie das Haus ausschließlich in seiner ursprünglichen Farbe. In Ausnahmefällen kann – mit der Behörde für Farbe und Anstrich abgestimmt – auch einmal eine andere Farbe gewählt werden, nur nie eine, die den Farben der Nachbarhäuser ähnelt.

Buranesen trocknen ihre Wäsche an den Häusern oder auf den Gassen, auch wenn es friert, was es allerdings selten tut. Die ursprüngliche Insel ist komplett bebaut, von wenigen Mini Grünflächen abgesehen. Also kein Platz für Gärten oder Hinterhöfe zum Wäschetrocknen. Buranos Frauen waren einst berühmt fürs Spitzenklöppeln. Solche Stücke gibt es nur noch in einem Museum, auf der Hauptstraße werden nur noch simple asiatische Remakes angeboten.

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Den Rest vom Augenschmaus spare ich für einen besonders grauen Februar Tag

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