Blaue Stunde oder Chappuis Absorption

Das helle Blau des Himmels wird zur Tageszeit durch das Phänomen der sogenannten Rayleigh-Streuung verursacht. Dabei handelt sich um eine bestimmte Streuung elektromagnetischer Wellen. Hierbei werden die Strahlen des Sonnenlichts durch die Moleküle der Erdatmosphäre gestreut. Der Himmel erscheint blau. Das Blau der Abenddämmerung hat eine andere spektrale Zusammensetzung als das Himmelsblau am Tag. Es entsteht eine Wechselwirkung der Ozonschicht mit dem flachen Winkel des Sonnenlichts. In der Dämmerung nimmt die Bedeutung der Rayleigh-Streuung für die Blaufärbung ab, weil die sogenannte Chappuis-Absorption des Ozons zum Tragen kommt. Die Chappuis-Absorption absorbiert bestimmte Teile des Sonnenlichts. Die Wechselwirkung zwischen Rayleigh-Streuung und Chappuis-Absorption (James Chappuis Chemiker 1880) sorgt dann für den optischen Zauber der Blauen Stunde.

Die Blaufärbung des Himmels schien bereits im 19. Jahrhundert durch die Rayleigh-Streuung vollständig erklärt zu sein. Doch erst 1952 beschrieb der amerikanische Geophysiker Edward Hulburt die für die Blaue Stunde ausschlaggebende Wechselwirkung aus Rayleigh-Streuung und Chappuis-Absorption.

Was wir sehen ist also: Das noch vorhandene Restlicht lässt den Himmel bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang in einem tiefen Blau erstrahlen. Gleichzeitig hat diese Lichtquelle nicht mehr genügend Kraft, um andere Lichter zu überstrahlen. Es entsteht ein stärkeres, tieferes Blau im oberen Teil des Himmels und ein warmes Orange im unteren Teil.

Quelle: Whitewall.com

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