Das Wunder Luftbrücke

Sonntag war Tag des Offenen Denkmals. Gleich aus mehreren Gründen entscheiden wir uns – wie offensichtlich Hunderte von anderen Menschen auch – für eine Stippvisite am Flughafen. Zwischen dem ehemaligen US Gelände und der Autobahn A5 liegt das Luftbrücken Denkmal.

Zum einen ist für uns die Strecke dort hin ein angemessener Sonntags-Radelausflug mit einer tollen Waldstrecke. Zum anderen verkauft Schwager Leo, seines Zeichen Uhrmacher und Flieger, mit einer Uhrenmanufaktur „Zeitflügel“ eine extra zum Thema „Luftbrücke“ gestaltete Fliegeruhr. Also treffen wir Schwager und Schwester auf einen Schwatz. Lange Schlangen warten vor den alten „Rosinenbombern“, die neben dem zum Himmel strebenden Luftbrückensymbol die Attraktion dieses Denkmals sind.

Man sollte wirklich die Leistung und den Einsatz nicht vergessen, der damals notwendig war, um Berlin zu retten. Dass dies überhaupt gelangt, ist nach wie vor eine unglaubliche Geschichte. Mit über 277.000 Flügen wurden von August 48 bis Sepember 49 über 2,1 Mio Tonnen Güter transportiert. Davon 1,5 Mio Steinkohle, damit die Stadt den Winter überstehen konnte.

Zu erreichen ist das Denkmal nur über einen Fuß- und Radweg. Dieser überquert die Autobahn und lädt Flugzeugbeobachtungsfanatiker wie Familien ein, sich die wieder zahlreicher startenden Flugzeuge direkt über den Kopf rauschen zu lassen. Offenbar die Attraktion an diesem blitzblauen Spätsommer-Sonntag.

Auf dem Rückweg ergattern wir ein Plätzchen in der schon legendären kleinen Kneipe „Terminal 4“, deren Tische mitten im Wald stehen und wo es ausschließlich Bratwurst, Handkäs und Pommes in bester Qualität gibt.

So mögen wir Denkmal.

3 Gedanken zu „Das Wunder Luftbrücke

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