Wucherndes Grün – Radeltour zum Frankfurter Flughafen

Hier, wo die Städte zusammen gewachsen sind, und die Menschen dicht an dicht leben in steinernen Quadern, da findet man so viel Grün, das man es gar nicht glauben mag. Wir radeln heute durch Wälder und Wiesen Richtung Flughafen.

120 m vom Haus entfernt beginnt die Fahrradstraße, auf der Radfahrer immer und unbedingt Vorfahrt haben. Durch ein – jetzt ausgesprochen ruhiges – Wohngebiet fahren wir, bis wir auf den Hengstbach stoßen. Von da an wuchert das Grün. Am Bach entlang, an gepflegten Gärten, kleinen Parks, dem Lehrkräutergarten und dann hinein in den Wald. Auf kilometerlangen Schneisen, vorbei am Langener Waldsee (mit noch mäßigem Betrieb). Das Grün hat oft die Wege fast zugewuchert.

Einzig die Überquerung der A5 zwischen Frankfurter Kreuz und Zeppelinheim, reißt uns aus dem Grünschock.

Dieser nette kleine Weg führt direkt an der 8-spurigen Autobahn entlang südwärts Richtung Darmstadt. Den nehmen wir aber nicht. Uns zieht es weiter westwärts.

Kommt man am Flughafen aus dem Wald heraus stößt man direkt auf diesen monströsen Zaun. Den hat die Fraport spendiert und er schützt eine Bechsteinfledemauskolonie davor, mit den Lastwagen zu kollidieren.

Kurz darauf erreichen wir den neuen Tunnel, der die Startbahn West unterquert.

Eine Fahrbahn ist noch nicht fertig. Der Radfahrer-Tunnel ist ein viereckiges Betonloch. Klaustrophobisch, finde ich und er scheint mir furchtbar lang.

Am Ende anderen Ende, am Turm der Flugsicherung, kann den Flugzeugen direkt unter den Bauch schauen.

Wir fahren ein Stück die Startbahnentlang bis zum „Affenfelsen“. Hier ermöglicht es eine stufenweise hochgezogene Plattform über den Zaun zu schauen und die Flugzeuge ganz nah zu sehen. Hier findet man die Typen mit den großen Ferngläsern und Riesenobjektiven und den Kladden für die genaue Zählung und Aufzeichnung. Von was bloß?

Von hier an wird es wieder grün. In der Schneise unter den Strommasten findet man eine perfekte Heidelandschaft und ausgedehnte, gesunde Kiefernwälder.

Durch Dschungel voller Farn kämpfen wir uns durch bis zur Odenwaldhütte. Am Wochenende gibt es hier eine Bewirtung für Radler und Wanderer. Nur zu Fuß oder mit dem Rad ist dieser Platz zu erreichen.

Fund am Wegesrand: eine asiatische Kermesbeere, die jetzt ihre interessanten Früchte zeigt.

Und plötzlich steht da wieder ein Zaun mitten in der Wildnis. Das Ende der Startbahn! Zu spät zum Einsteigen. Wir bleiben heute beim Verkehrsmittel Fahrrad.

An der Unterführung in Walldorf im Bahnhofscafe gibt es Flammkuchen und Sauergespritzten.

Ein paar mehr endlose Waldschneisen bringen uns durch weite Wiesen, Felder und Kleingärten zurück nach Hause. Eine grüne 40 km-Tour, allerdings mit zeitweise hohem Geräuschpegel.

2 Gedanken zu „Wucherndes Grün – Radeltour zum Frankfurter Flughafen

  1. Ja so langsam rüsten einige Regionen die Fahrradwege und die entsprechenden Beschilderungen auf. Ich wohne unweit vom Münsterland, hier gehört das Fahrradfahren zur Tagordnung. Doch auch hier ist noch viele zu verbessern und das besonders in den Städten wo oft Radwege von Autos zugeparkt werden. Hier sollte man sich mal ein Beispiel an unserem Nachbarland Holland nehmen . Das gesamte Land ist mit guten Radwegen und super Beschilderungen ausgebaut.Häufig führen diese Radwege abseits des normalen Strassenverkehr.

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