Herbstmorgen im Nebel

Herbstmorgen

Als wären alle Lieder schon gesungen
und alle Klagen längst geklagt,
fasst er dich sanft an mit Vergänglichkeit.

Ein grauer Wind weht aus dem Nichts,
durchkämmt mit harten Fingern Laub nach Tod
und schickt ein Weinen durch das Tannenholz.

Der Traum von Eiskristall und Pfefferkuchen
erstickt in dumpfem Dunst von altem Obst.

Verdreht, zerfetzt der Klang von Kirchenglocken,
die Hoffnung fordern von den Geistern,
die zu müde sind.

Auf meiner Hand das letzte Rosenblatt
wie dunkelroter Samt
zergeht.

5 Gedanken zu „Herbstmorgen im Nebel

  1. Dein Bild gefällt uns gut! Der Nebel verzaubert wie übrigens auch der Schnee.
    Mit herzlichen Grüßen vom kleinen Dorf am großen Meer
    The Fab Four of Cley
    🙂 🙂 🙂 🙂

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