Wie aus einer Alienwelt: Kokerei Hansa

Was geschieht in einer Kokerei? Ist soweit nicht schwer: da wird Koks gemacht. Woraus: aus Steinkohle.

Aber das ist ungeheuer schwer. So schwer, dass man monströse Maschinen dafür braucht. An manchen von denen hätte Alienschöpfer Giger sicher seine Freude gehabt. Alles an einer Kokerei ist groß und schwer. Gigantisch. So wie manngroße Schraubenschlüssel. Kilometerlange, gigantische Rohrsysteme. Förderanlagen, die Kilometer überspannen. Der Mensch in dieser Anlage: eine Maus mit Helm.

Also was geschieht? Steinkohle wird in Dutzenden hoher, schlanker Öfen bei bis zu 1400 Grad „gegart“. Dabei entstehen Koks und eine Menge unterschiedlicher Gase. Koks wird bei der Eisen-/Stahlgewinnung in den Hochöfen verfeuert. Koks brennt heißer, effizienter, rauchfreier als Kohle. Die anfallenden Gase gehen an verschiedene Industriezweige, müssen aber ebenfalls vorher aufbereitet werden. So z.B. in der Kompressorenhalle. Hier wird in den Kompressoren unter Hochdruck (9 atü) aus dem verdichteten Koksofengas Benzol- und Schwefelwasserstoff gewonnen. Das gereinigte Gas kann als Stadtgas ins Ferngasnetz eingespeist werden.

Das muss reichen an als Einblick. Die Kokerei ist heute ein Industriedenkmal, das die Natur langsam übernimmt. Im Wasser unter den vom Holz entkleideten Kühltürmen schwimmen Seerosen und Kois. Ein Spaziergang durch die Anlage lässt nur noch mit Fantasie erahnen, was für eine Atmosphäre, was für eine Geräuschkulisse dort geherrscht haben mag.

Mein absoluter Liebling ist definitiv die Kompressorenhalle. Seht ihr sicher, wenn ihr euch bis dahin vorgearbeitet habt.

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Durch das Außengelände

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Die Natur übernimmt

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Das Skelett der Kühltürme

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Die Öfen

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Die Kompressorenhalle

4 Gedanken zu „Wie aus einer Alienwelt: Kokerei Hansa

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