Die Regenfrauen

Die Regensucherin sucht heute Morgen Regenlieder.


Als die Wolken dräunen
sich über unseren Köpfen ballen
eilen unsere Schritte schneller
durch das raschelnde Laub

Unter dem Holzdach
des zwergenhaften Unterstands
harren wir still aus und
lauschen dem Regen

Er trommelt auf das Dach
verirrt sich kurz im Blattgewirr
tropft und hüpft und glänzt
und lockt die Regenfrauen

Mit dem Versprechen nasser Lust
und feuchter Tropfenspiele
auf ihre Haut will er sich ergießen
zwischen ihre Zehen rinnen

Vom Regen betrunken tanzen
wasserbetört sich umeinander drehen
ihr Haar versprüht Tropfen wie Gischt
die Münder weit offen zu trinken

Der Regen versiegt
mit schweren letzten Tropfen
wie Abschied lädt Sonnenstrahlen ein
ihn dampfend empor zu heben
zu den Wipfeln zurück in die Himmel

Im Nebel bleibt auf dem Tanzplatz
ein helles Lachen ein uraltes Girren
unter dem Holzdach im Trockenen
ein Gefühl von Unzulänglichkeit

5 Gedanken zu „Die Regenfrauen

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