Inselgeschichten VIII: Zu spät

Wir waren zu spät für den Spaziergang um die Odde, das untere Ende der schmalen Insel. Hier nagt das Meer unerbittlich an der Küste. Man hat jeden Erhaltungsversuch aufgegeben. Nur zwei Stunden vor und nach Niedrigwasser ist die Odde zu umrunden. Ansonsten wird es lebensgefährlich. Man kann dann nur noch die steilen Dünen erklimmen, was sowohl verboten als auch ein turnerisches Kunststück ist. Das hinter dem schmalen Strandstreifen liegende Naturschutzgebiet wird gerne „der wildeste Teil Deutschlands“ genannt. Hier leben völlig ungestört seltene Flora und Fauna.

Wir starteten von Hörnum aus, die Sonne zauberte das tollste Rot auf den Leuchtturm (hab ich nicht bearbeitet), am Strand war das Licht gleißend weiß.

3 Gedanken zu „Inselgeschichten VIII: Zu spät

  1. Sehr schöne Fotos . Weiß du etwas mehr über das von dir erwähnte Naturschutzgebiet. Darf man es betreten, gibt es Beobachtungshütten, gehen gezeichnete Wege durch das Gebiet usw.

    1. https://www.youtube.com/watch?v=77r93DmKCzw
      Betretungsverbot für das verbleibende kleine NSG. Nur ein mit kleinem Zaun begrenzter Weg führt vom Rand von Hörnum zum Meer.
      Am Stran viel zu sehen: Sandregenpfeifer
      „1.9 Vogelwelt
      In Anbetracht der nur noch geringen Größe des Schutzgebietes, der ganzjährig
      überaus intensiven Begehung der Strände durch Touristen (oft mit Hunden) und
      des intensiven Prädationsdrucks durch Füchse spielt die Vogelwelt im Schutzgebiet aktuell kaum noch eine Rolle.
      Aktuelle Brutvögel sind vermutlich der Wiesenpieper in Einzelpaaren und möglicherweise noch die Feldlerche auf der Ergänzungsfläche südlich des Leuchtturms.
      Regelmäßig unternehmen einzelne Paare des Sandregenpfeifer Brutversuche an
      jährlich wechselnden Orten auf den Stränden, insbesondere auf den derzeit breiten Sandflächen im nordwestlichen Teil des Schutzgebiets, mitunter aber auch
      an den massiv durch Spaziergänger gestörten schmaleren Strandabschnitten.
      10
      Der Bruterfolg ist minimal, da trotz Umzäunung des Brutreviers durch die Schutzstation Wattenmeer zumeist nicht einmal die Brutphase erfolgreich abgeschlossen werden kann.
      Der Steinschmätzer ist um 1990 als Brutvogel aus dem Gebiet und von ganz Sylt
      verschwunden, vermutlich durch fehlende Dynamik und Mangel an geeigneter
      Kükennahrung (van OOSTEN 2015).
      In den 1970er Jahren war die Zwergseeschwalbe regelmäßig Brutvogel auf den
      damals noch existierenden Sand- und Muschelschillflächen im Inneren der Odde.
      Die letzten Brutversuche an der Odde gab es in den 1990er Jahren, seither sind
      keine geeigneten Muschelschillflächen mehr im NSG vorhanden.
      Für Rastvögel (Möwen, Seeschwalben) sind die Strände der Odde aufgrund des
      starken Spaziergängerverkehrs nur sehr begrenzt nutzbar, obwohl das unmittelbar vorgelagerte Hörnum Tief von Brandseeschwalben und anderen Fischfressern regelmäßig zur Jagd auf Sandaale und junge Heringe genutzt wird. Sanderlinge und gelegentlich auch Steinwälzer nutzen den Strand im Winterhalbjahr bei
      geringem Besucheraufkommen zur Nahrungssuche. An den Tetrapoden überwintern mitunter einzelne Meerstrandläufe

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