Das war wie aufatmen. Nicht mehr morgens um sechs Uhr aufstehen, um mit den Hunden zu gehen. Nicht mehr um elf Uhr spätestens die Klimaanlage an. Und erst morgens um zwei wieder aus. Es hilft dem alten Körper sicher, aber ich finde, es ist wie ein Gefängnis für Frischluftfanatiker. Anfangen, die Schäden im Garten zu beseitigen. Lange stöbern, was im nächsten Jahr vielleicht eine Chance auf Überleben hat. Ich hasse Geranien, aber es war das einzige Blühende, was durchgehalten hat. Trotz Gießen. Nein, unfair. Die jahrzehntealten Rosenstöcke haben auch durchgehalten. Wir hatten schon vieles auf Trockenheit umgestellt. Aber diese unbarmherzig alles verbrennende Sonne, das ist noch einmal etwas anderes.
Ich habe täglich an meinem Buch geschrieben. Mich hineingeschrieben an die See, nach Husum, in die Stürme, in die Jahre um 1390, die Jahre der Friesenhäuptlinge, der See- und Strandräuber. Ein historischer Roman, aber kein reiner Abenteuerroman. Aus meiner Kurzgeschichte über Femke und Rungholt wurde ein Buch und nun eines über Will, ihren Sohn, der unter die Seeräuber fiel. Die übrigens im 14. Jahrhundert „Auslieger“ hießen. Schreiben ist toll. Aber Recherche ist noch viel besser. Weil man tatsächlich Dinge lernt, von denen man keine Ahnung hatte. Und sich Stück für Stück das Leben in einem anderen Jahrhundert vor einem ausbreitet.
Und dann habe ich noch einen neuen Kalender gemacht. Um was es da geht, weiß auf jeden Fall Christiane ganz genau.

*

*

*

Ich habe noch ein paar mehr erfrischende Bilder.



Stimmt, Christiane weiß das. 😁 Hier oben war es nicht so schlimm mit der Hitze/Dürre, aber mir ist bewusst, dass wir Glück hatten.
Bin gespannt auf dein Buch bzw. auf mehr darüber. Die Geschichte um Femke habe ich jedenfalls gern gelesen. 😉👍
Nachmittagskaffeegrüße mit Schauern ☁️🌧️🎶🛋️☕