Rosagrau. Ein November Tagebuch

18. November 2020

Was für ein unglaublicher Morgen. Ich habe gut geschlafen, war vor den Kirchenglocken wach und bin aufgestanden und nichts, gar nichts tat mir weh. Treppe hinunter gehüpft. Die Sonne steigt höher und die rotgoldenen Strahlen, die die grauen Schäfchenwolken färben, mehren sich. Eigentlich kann der Tag nicht besser werden. Also hake ich das mal als den Glücksmoment des Tages ab.

Das wäre geschafft. Jetzt kann der Tag machen, was er will. Dieses wohlige Gefühl versuche ich, in den Tag hinein zu tragen. Vielleicht kann ich davon ja auch was abgeben. Darauf hätte ich gerade Lust.

Ich könnte alle Menschen, die ich heute treffe, anlächeln. Ich weiß, das nicht von allen gut aufgenommen wird. Da stellen sich Fragen: Was will die? Stimmt was nicht? Die veralbert mich! Sollte ich sie kennen? Nur die wenigstens werden einfach zurück lächeln. So ist das heute.

Und außerdem ist da natürlich das Maskenproblem. Man kann nur mit den Augen lächeln. Doch das geht. Und mit Stimme geht das auch. Aber dazu muss man hinsehen und zuhören. Ich habe in der letzten Zeit weit mehr Menschen in die Augen gesehen, als ich das sonst getan hätte. Und das ist spannend.

Ich lächele euch jetzt einfach mal an und mache mich auf den Weg.

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