Wankelmütiges Grau. Ein November Tagebuch.

19. November 2020

Es schüttet, als ich wach werde. Nur mit Mühe können wir die Hunde bewegen, einen Fuß vor die Tür zu setzen. Heute ist ein Tag, an dem viel zu erledigen ist. Als wir die ersten zwei Punkte abgehakt haben, bricht plötzlich Sonne durch die Wolken. Nicht wie raus. Heute war mal das Weitwinkel im Wald mit dabei.

Einmal fast alles neu

Sieht immer noch toll aus im Wald. Dieses hier ist ein neuer Wald, besser gesagt nun bald „mein“ neuer Wald. Es ist wahr: Ich, das Landei und Landliebhaber, ziehe in die Stadt. Na ja nicht gleich die allergrösste, aber doch deutlich näher an all dem Trubel und Lärm, die ich so gar nicht vermisst habe.

Aber mein Liebster und ich haben nach 6 Jahren nun beschlossen, dass zwei Häuser auf Dauer doch einfach zu viel sind. Und das meine hat dran glauben müssen: zu groß, zu viele Treppen, nicht sehr altersgerecht. Nun kann ich Morgens zwar nicht mehr auf den Wald hoch sehen, aber dafür in einen wundervollen Rosengarten. Und Wald gibt es hier mehr als man je erwandern oder erfahren kann, ein Naturschutzgebiet und wunderschöne Wiesen gleich um die Ecke. Halt nicht mehr direkt vor dem Haus. Statt Kühen und Gänsen haben die Leute hier Pferde. Soooo viele Pferde, auf jeder Wiese, in jeder Ecke. Wird schon werden. Dafür freue ich mich auf eine größer werdende Familie.

Heute war Rechtsanwalt- und Handwerkertag. Gemessen, geplant, ausgesucht, diskutiert. Ein wenig Arbeit müssen wir hier noch reinstecken. Macht ja aber auch Spaß. Beim Bummel durch die Altstadt (wo der Malermeister seinen Laden hat) finden wir eine offene Eisdiele mit total leckerem Eis: ich hatte Cookies und Salzkaramell. Schön verteilt stehen die Leute mit ihrem Eis und kleinen Espressobechern in der Hand auf der Gass in der Sonne, stecken ihre Nasen in die Schaufenster der Geschäfte. Irgendwie geht es schon. Vor allem, wenn die Sonne scheint.

St. Martin vorbei, die Gans kann kommen

Irgendwann muss es Gans geben. Also so richtig, eine ganze Gans halt. Wenigstens einmal im Jahr. Also haben wir eine Dittmarscher Gans bestellt. Ohne weitere Ansage. Beim Abholen und Einpacken bin ich fast zusammen gebrochen: es wurde ein 7 kg Vogel geliefert. Die ging man gerade so in den Kühlschrank. Für den Backofen werden die Beinchen dran glauben müssen. Die Gans wird dieses Jahr auf Niedrigtemperatur gebraten. Dauert so 26 Stunden. Und dann haben wir ja Gottseidank hier eine große Familie. Wird schon werden. Das mit dem Aufessen. Auch das.

Inzwischen hat sich wieder ein grauschwarze Wand vor die Sonne geschoben. Also beende ich den Post mit zwei weiteren Waldbildern aus der Sonnenphase des Tages.

Sucht den Hund!

2 Gedanken zu „Wankelmütiges Grau. Ein November Tagebuch.

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