Finsteres Grau. Ein November Tagebuch

Es wird dunkler, finsterer. Auch auf vielen Blogs. Der November, prachtvoll unterstützt von Lockdowns, schlägt voll zu.

Ich mach da auch ein bisschen mit. Setze aber schreiende Farben gegen die Dunkelheit: Star Birth. Pepper hot and Sharp

Der gestrige Durchhängetag endete dann doch noch versöhnlich. Der ausgesuchte Film „Sturmflut“ war natürlich der alte, 2006 gedrehte, den ich jetzt wohl zum vierten Mal gesehen habe. Aber er bleibt einfach gut. Fängt gleich an mit dem Beinahe-Kentern einer Ölbohrplatform und geht nahtlos über in ein zu fast 30 Prozent überschwemmtes Hamburg. Dazu etwas triefende Liebesgeschichten, Heldentaten und Drama sonstiger Art. Alleine die 1962er Requisiten sind den Film schon wert. Ein völlig überforderter Katastrophenschutz, der allein durch das mutige Einschreiten des kettenrauchenden Helmut Schmidt in der Lage war, zumindest einen Teil der Bevölkerung zu retten. Klasse Film. Das Ereignis an sich hatte lang anhaltende Folgen.

Mein heutiges Highlight war eindeutig das Gedicht von Rebecca Elson aus dem oben erwähnten Blogbeitrag. Die Astronomin, die auch Gedichte schrieb, starb mit 39 Jahren an einem Non Hodgkin Lymphom. Habe den Gedichtband, der posthum herausgegeben wurde, heute bestellt. Die Herausforderung war die Übersetzung. Es gab keine im Netz. Übersetzen ist schwierig. Man bleibt so nah dran wie möglich, weiß aber, dass die Bedeutung von einzelnen Wörtern im Zusammenhang in den Sprachen oft auseinander driftet. Verstehen, interpretieren und adaptieren ist dann gefragt. Da hilft auch der beste Übersetzer nichts.

Es hat aber Freude gemacht und ich finde, „Antidotes to the fear of death“ ist ein unglaubliches Gedicht.

Jetzt gehe ich auf meine Matte. Der Lockdown schlägt unglaublich schnell durch. Ich finde, Sport daheim nur sehr mühsam motivierend. Dazu ist es Kekse- Zeit und außer ausgiebig kochen ist in der frühen Dunkelheit sowieso angesagt. Ich habe alle meine Hanteln und Fußgewichte und Faszienrollen hervor gekramt. Statt Musik lasse ich manchmal den Fernseher mit etwas laufen, was eh nicht so wichtig ist, dass man ständig hinsehen muss. Aber irgendwie ist die Atmosphäre dann etwas lebendiger. Haltet durch!

3 Gedanken zu „Finsteres Grau. Ein November Tagebuch

  1. Ich fand vorhin schon, dass das eine ziemlich gelungene Übersetzung ist. Nur an einer Stelle bin ich gestolpert, nämlich am Ende der vierten Strophe über das „ist schon da“, das eigentlich „sind schon da“ heißen müsste, was aber komisch aussähe. Vielleicht analog zur Vorlage das Verb einfach weglassen?
    (Ich hab’ deinen Hinweis auf die Übersetzung als Aufforderung verstanden, was dazu zu sagen, normalerweise halte ich mich im Internet mit Klookschieterei möglichst zurück. Bei Nichtgefallen bitte einfach löschen :))

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