Seelenvogel

So heißt die Skulptur, die über dem Platz der Winde auf einer Säule schwebt. Schwebt sie? Ist sie im Starten begriffen? Ringt sie um Gleichgewicht? Der fliegende Mensch erinnert mit der Ausrüstung – Kappe, Brille, Mantel – an einen historischen Flieger in seiner offenen Maschine. Mit den Flugzeugflügeln an seinen Armen tauchen da Parallelen zu Ikarus auf. Nur haben die mit schweren Metallschellen angebrachten Flügel eher etwas von Steam Punk, ebenso wie die veralgte Fliegerbrille.

Die Figur ist beeindruckend. Jedem ist seine Interpretation sicher offen gelassen, aber für mich schwingt hier neben Kraft auch brutale Verzweiflung mit. So gelingt es mir nicht, den offiziellen Name der Skulptur „Seelenvogel“ in irgendeine Harmonie mit dem Eindruck zu bringen, den das Werk bei mir hinterlässt.

Säule und Platz sind in eine weiche, parkige Landschaft eingefügt, die sich vom sanften Bruchsee hinauf zum Flughafen Egelsbach zieht.

Der ist der größte deutsche Flughafen für die Allgemeine Luftfahrt (Sprich Kleinflugzeuge). Was da allerdings an Jets und Turboprops so rumsteht, hat mit klein nicht viel zu tun. Zudem gibt es hier Hubschrauberunternehmen und die Polizei Hubschrauber Staffel sowie etliche weitere Unternehmen rund um die Luftfahrt. In Friedenszeiten (Sprich Pandemieruhezeiten) gibt es hier ein vorzügliches Steakrestaurant mit idyllischer Terrasse am Flugfeld und an der Startbahn.

Also hat der Seelenvogel natürlich etwas mit der Fliegerei zu tun. Aber was nur?

Ein Gedanke zu „Seelenvogel

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