Das außergewöhnliche Leben der Femke aus Rungholt II

Kurze Anmerkung vor dem zweiten Teil: Diese Geschichte ist absolut KI-frei. Recherche, Ideen, Formulierung: ich. Korrektur gelesen von Language-Tool. Bleistiftzeichnungen erstellt mithilfe von Midjourney und Photoshop. Natürlich kennt die KI keine mittelalterlichen, nordeutschen Torfhäuser auf einer Warft. Aber sie kennt verfallene Holzhäuser auf einem Hügel oder Fachwerkhäuser und tatsächlich auch ein Reetdach. Das Hausbild aus dem ersten Teil wurde von mir in Photoshop aus vier Bildern zusammengebaut und nachgezeichnet.

Die „Grote Mandrenke“

Femke stapelte gerade Schüsseln in der Küche der Schänke, als von draußen laute Rufe zu ihr herein drangen. Sie riefen tatsächlich ihren Namen. Femke band die Schürze ab und trat aus dem Haus. Sie sah ein paar ihrer Freunde, die auf dem Weg zu ihr waren und winkten, und mehr Leute säumten den Weg zum Hafen hinunter. Sie schaute fragend in die Gesichter ihrer Freunde. Aber die drehten ihr nur lachend den Rücken zu. Der Atem stockte ihr, als sie die Umrisse von Levins Segler erkannte. Er hatte bereits nahe genug am Kai festgemacht, dass jeder lesen konnte, dass sein Schiff nun einen Namen hatte. „Femke“ stand in wunderschön geschwungenen Lettern am Bug. Femke stand wie angewurzelt, Tränen schossen ihr in die Augen. Ein klareres und öffentlicheres Bekenntnis hätte es wohl kaum geben können. Dann riss sie sich zusammen. Mit geradem Rücken und offenem Blick schritt sie ihm entgegen und blieb kurz vor ihm stehen: „Willkommen zurück, Levin.“ „Mein Herz ist glücklich, dich zu sehen.“ Sie sahen sich einen Moment still in die Augen, vergaßen den Trubel um sie herum. Dann riss er sie in seine Arme und schwenkte sie im Kreis herum. Sie lachte laut auf und schmiegte ihr Gesicht in seine Halsbeuge. „Ich möchte deine Familie kennenlernen und mit Kay sprechen“, sagte Levin. Wie betäubt, erstarrte Femke in seinen Armen. Das ging ihr alles viel zu schnell. Ihr ganzes Wesen sträubte sich dagegen, dass ihr das Schicksal so aus den eigenen Händen genommen wurde. Aber sie hatte ihren Liebsten unterschätzt. Er hatte den Schatten, der über ihr Gesicht gehuscht war, sehr wohl bemerkt und lachte. „Meine wilde Meeresbraut. Ich werde dich nicht in einen Käfig sperren. Mein Vater war mehr als beeindruckt. Wenn du es willst, wirst du mit uns an der nächsten Generation der Segler in unserem Kontor arbeiten. Ich werde dir die Stadt zu Füßen legen und unsere Schiffe werden uns so weit tragen, wie wir träumen können.“

Sie planten, zehn Tage zu bleiben, um dem Amtmann eine Chance zu geben, jemand Neuen für den Deich zu finden. Femkes Freunde wollten eine große Abschiedsfeier in der Hafentaverne geben und Mutter wollte Femke unter keinen Umständen gehen lassen, bevor nicht die Schneiderin zwei „Stadtkleider“ für Femke fertiggestellt hatte. Levin hatte eine Ladung Holz und maurische Keramik im Bauch der Femke, die noch verkauft werden wollten, und er suchte nach einer neuen Ladung für den Rückweg. Levins Mutter wollte in der Zeit versuchen, eine Wohnung für die beiden in Hamburg zu organisieren. Da Levin in den vergangenen Jahren mehr auf Reisen als daheim gewesen war, besaß er nur ein Schlaf- und Studierzimmer im Haus seiner Eltern.

Am fünften Tag ihres Aufenthalts fiel Femke der anhaltende Nordwestwind auf. Die Fluten der letzten Tage waren hoch und schienen den reparierten Deich testen zu wollen. Es war fast Neumond, eine Springtide stand bevor. Nachmittags zogen dann auch noch Gewitterwolken auf. Am entfernten Horizont gab es Wetterleuchten. Dann dreht der Wind auf West. Der nun komplett auflandige Wind frischte noch einmal auf. Böen wirbelten Gegenstände zwischen den Warften hindurch. Die Menschen wurden unruhig. Fluthöhepunkt war erst in der frühen Nacht. Wenn der Deich brach, wäre nichts und niemand im und am Sielhafen mehr sicher. Das mit Macht einströmende Wasser würde alles hinter dem Deich zerstören, bis es weit im Land irgendwann zur Ruhe kam. Femke und Levin sahen sich an. „Wir müssen hier raus! Femke nickte. „Rieke und Kay sind in der Schänke zum Schmücken für das Fest. Mutter ist noch in der Stadt.“ „Wir nehmen deine Familie mit und jeden Mann oder jede Frau aus der Schänke, von dem du weißt, dass er segeln kann. Sag nur denen Bescheid. Treffpunkt ist die Femke und wir segeln in zehn Minuten.“ Femke war in sechs Minuten wieder zurück und hielt Rieke an der Hand. „Kay glaubt uns nicht. Er bleibt.“ „Mit wie vielen hast du gesprochen?“ „Mit etwa zehn Leuten, alles Fischer. Sie wollen sehen, wer von den Familien noch mitwill. Viele sind zu dem gleichen Schluss gekommen und wollen ihre eigenen Boote retten.“ In den nächsten Minuten fanden sich vier von Levins alter Mannschaft und weitere zwanzig Menschen ein. Levin fragte nach den Segelkenntnissen und teilte die Leute den Masten zu. „Wir segeln!“ rief er dann. Im schwindenden Licht sahen sie einige Fischerboote vor sich Segel setzen und sich kreuzend gegen den Wind von der Küste entfernen. Das war auch ihr Manöver.

Levin nutzte nur das Dreiecksegel, um von der Küste klarzukommen. Das machte das Schiff unglaublich langsam und alles in Femke begann zu kribbeln vor Unruhe. Aber Levin hatte recht. Erst als sie weit genug vor der Küste entfernt waren, ließ er das halbe Rahsegel und das Vorsegel setzen. „Was jetzt kommt, kennst du. Nur wird es dieses Mal viel schlimmer werden. Ich will versuchen, die Position ungefähr zu halten. Wir können vor der Sturmflut nicht davon segeln. Es wird die ganze Küste treffen. Wir werden segeln, bis wir umfallen oder bis sich das Meer beruhigt. Lass uns schauen, wie viele Positionen wir doppelt besetzen können. Wir müssen uns ausruhen und wir werden Leute verlieren. Es wird nicht schön werden.“ „Wir tun das einzige, was wir tun können. Lass es uns gut machen.“

Levin hatte geplant, entlang der Küste zu segeln, aber Wind und Wellen zwangen sie, weiter aufs offene Meer hinauszusteuern. Sie schlugen sich eine Weile gut. Dann schienen sie sich dem Auge des Sturms zu nähern. Mehr Wind, mehr Böen. Levin musste es sich eingestehen: Er hatte das Schiff nicht unter Kontrolle. Der Sturm sagte an, er reagierte nur noch. Wie eine Nussschale tanzte das Schiff auf den Wellen. Levin wagte es dennoch nicht, die Segel zu verkleinern. Weniger Segel bedeutete noch schlechtere Reaktionsmöglichkeit. Als das Schiff von einem Wellenkamm hinunterfegte, hart aufsetzte und sogleich am Bug wieder steil angehoben wurde, da ertönte dieser entsetzliche, kreischende Klagelaut, der nicht aufhören wollte. Unter den entsetzten Augen der Menschen, deren ganze Hoffnung dieses Schiff war, spaltete sich der Hauptmast von oben nach unten und brach auseinander. Rahe und Mast krachten samt Segel auf das Deck der Femke, zersplitterten Aufbauten und begruben Menschen unter sich. „Das muss alles runter!“, schrie Levin verzweifelt.

Inzwischen hatten die Wassermassen die Küste erreicht. Bis an die Deichkrone stand das Wasser und der durchnässte Deich gab schließlich dem Druck nach. Das Meer strömte mit schrecklicher Wucht ein und zerfetzte deichnahe Häuser und Warften in einem Augenblick. Rungholt war rasch erreicht. Wie eine zerrissene Melodie setzten sich auf das Tosen des Meeres das Gebrüll von Vieh und das Geschrei von Menschen. Die Nacht hatte eingesetzt und der Leviathan kam aus der Dunkelheit, um das Land zu verschlingen.

Auf der Femke hatten sie es geschafft, unter dem Einsatz aller Kräfte den zerbrochenen Mast und die Rahe samt Segel über Bord zu hieven, ohne noch mehr Menschen zu verlieren. Da ertönten entsetzte Schreie vom Bug. Levin hob die Augen und sah in der Wasserwand der nächsten Welle, die auf sie zurollte, ein kieloben treibendes, großes Fischerboot. Es kam direkt auf sie zu. Und krachte mit voller Wucht in die Seite der Femke. Holz splitterte, Trümmerteile flogen durch die Luft. Das Schiff schlug Leck und machte sofort und schnell Wasser. Sicher wäre es langsamer gesunken, wenn nicht die Wellen nun ein leichtes Spiel gehabt hätten. Ächzend begann das Schiff auseinanderzubrechen. Levin gab seinen letzten Befehl: „Alle von Bord!“ Levin suchte Femke, die sich an der Reling entlangziehend auf dem Weg zu ihm war. Sie hatte zwei lange Stücke Seile um ihre Taille geknotet. Levin nickte ihr anerkennend zu. Er deutete in die Dunkelheit. „Kannst du die beiden langen Planken da drüben erkennen? Sie liegen in Strömungsrichtung, lass es uns versuchen.“ Aber der Sog des sterbenden Schiffes machte es ihnen schwer. Innerhalb weniger Augenblicke hatte Femke Levin im Kabbelwasser verloren. Sie griff nach dem nächstbesten Wrackteil und hatte plötzlich zwei miteinander vertäute Ruder in der Hand. Mit letzter Kraft band sie sich daran fest. Der Wind war jetzt abgeflaut, aber die Strömung trieb sie unentwegt und rasch Richtung Küste. Es war stockfinster. Sie konnte gar nichts tun.

Auch an Land war der Sturm abgeklungen. Hunderte Augen versuchten in den Dörfern landeinwärts, die Dunkelheit zu durchdringen, um zu erkennen, was auf sie zukam. Auch wenn die Wucht des einströmenden Wassers nachgelassen hatte, so stieg das Wasser immer noch. Es war wie ein dumpfes Dröhnen, das sich ihnen näherte. Die ersten Menschen öffneten die Stalltüren und stiegen auf ihre Dächer hinauf. Es hatte keinen Sinn, zu fliehen. Höher gelegenes Land war weit entfernt. Aber der Höhepunkt der Flut war immer noch lange nicht erreicht.

In dieser Nacht ließen an die 100.000 Stück Vieh und über 10.000 Menschen in mehr als 30 Kirchspielen ihr Leben entlang der Nordseeküste. Die Marcellusflut, die Grote Mandrenke, veränderte das Bild der Küste für immer. Das Land, das verloren ging, würde niemals wiedergewonnen werden. Der Leviathan hatte es verschluckt. Ein Inselreich entstand.

Femke erwachte mit einem Ruck. Sie konnte nicht lange geschlafen haben, ansonsten wäre sie längst erfroren. Das Wasser um sie herum war viel ruhiger, zog sie aber immer noch landeinwärts. Um sie herum erahnte sie überall Trümmer. Sie stieß gegen einen Gegenstand, der ungeheuer groß zu sein schien. Rieke tastete. Reet. Hier schwamm ein ganzes Dach. Mit steifen Fingern knotete sie sich los und zog sich mit letzter Kraft hinüber auf das Dach. Ungläubig sah sie eine tote Kuh langsam an sich vorbeiziehen. Dann schlief sie wieder ein.

Als sie wieder erwachte, war es dämmrig, und hinter den dichten grauen Wolken erhellte eine weiße Sonne unerbittlich das Grauen. Sie stieg mit wunden Gliedern von dem Dach herunter, das sie gerettet hatte, und setzte ihre Füße in einen tiefen, ekligen Schlick, auf dem noch knöchelhoch das Wasser stand. Etwas berührte sie von hinten. Sie drehte sich entsetzt um, und um ihre Beine schlangen sich Kleider, grobe Hosen und ein weißes, mit Schlick verschmiertes Hemd. Vor ihr liegen die Reste einer Warft. Es war einmal ein reiches Haus gewesen, das hier gestanden hatte. Es besaß einen gemauerten Kamin. Das einzige, was von ihm übrig geblieben war. Vielleicht gehörte der entwurzelte Apfelbaum in den Garten dieses Hauses. In seinen Ästen hat sich ein Babykorb verfangen. Femke wollte nicht hinsehen. Sie tat es doch. Das Kind war mit Tüchern festgebunden. Vielleicht sollte das Körbchen das Kind in Sicherheit bringen wie dereinst Moses. Dünnes Haar klebt über dem Babygesicht mit dem offenen Mund, der immer noch schrie.

Femke weiß es noch nicht: In ein paar Tagen, wenn sie sich mehr als alles andere wünschen würde, selbst tot zu sein, würde der Anblick der Toten sie nicht mehr berühren. Doch jetzt überfällt das Grauen mit seinen Krallen ihren völlig erschöpften Körper. Ihre eigenen Verluste kann sie weder realisieren noch bewerten. Sie wurde auf einem fremden Planeten ausgesetzt. In einer Welt ohne Maß, ohne Regeln, ohne Orientierung. In einer kurzen Entfernung von ihr, bewegte sich etwas im Schlamm. Ein mit Schlick bedeckter Mann erhob sich mühsam auf seine Knie und sah sie unverwandt an. Seine aufgerissenen Augen musterten sie gierig von oben bis unten. Femke sah an sich herunter. Von ihrem Rock waren nur noch Fetzen übrig, sie besaß noch einen Stiefel. Ihre Beine waren ebenso entblößt wie ihre eine Brust. Ihre dicke Jacke war verschwunden, ihr Hemd zerrissen und hing ihr um die Taille. Sie erinnerte sich dunkel, die schwere, nasse Jacke im Wasser abgestreift zu haben.

Sie fischte nach der Hose, die um ihre Knöchel trieb, wandte sich von dem Mann ab, riss die Reste ihres Rocks herunter und zog die Hose an, ebenso wie das viel zu große, schlickbeschmierte Hemd. Sie fand ein Stück Strick, um alles um die Taille zusammenzubinden. Plötzlich setzten ihre Überlebensinstinkte ein: Ich brauche warme, trockene Kleidung, dachte sie. Als sie sich umdrehte, war der Mann verschwunden. Sie wanderte weiter landeinwärts. Sie hatte keine Ahnung, wo sie war. Der Blick zurück zeigte ihr einen Kirchturm und das Dach einer Kirche aus Backstein. Sie waren ihr fremd. Nach einer Stunde erreichte sie ein Gehöft. Es war verlassen. Die Stalltüren waren geöffnet. Im Haus hatte das Wasser vielleicht kniehoch gestanden. Sie fand Kleidung und Eingemachtes in den oberen Fächern der beiden Schränke. Ohne einen Anflug von Zweifel bediente sie sich. Sie kletterte auf den Heuboden und schlief sofort wieder ein. Sie wurde von aufgebrachten Stimmen geweckt. „Hier war jemand. Das Gesindel wird jetzt von überall über uns herfallen. Wir werden uns mit dem Vieh nachts verschanzen müssen. Und wir brauchen Wachen und mehr Waffen.“ „Bitte“ rief Femke und lugte über den Rand des Heubodens hinunter. „Bitte, ich brauche Hilfe.“ „Komm sofort herunter Mädchen“ Heugabeln und Messer reckten sich ihr entgegen, als sie die Leiter hinunterstieg. „Die Kleider kenn ich doch wohl“, rief die Frau. „Ich war auf See“, erklärte Femke. „Wir sind gekentert. Als ich hier angeschwemmt wurde, hatte ich fast nichts mehr an.“ Der Mann betrachtete sie schweigend eine Minute. „Pass auf, Mädchen. So läuft das hier jetzt: Da draußen sind Hunderte wie du. Ohne Hab und Gut. Ohne nutzbares Land. Schiffbrüchige. Das Meer hat sich alles genommen. Und es wird es nicht wieder geben. Nicht jetzt, nicht heute, nicht morgen. Ihr könnt hier nicht bleiben. Ihr müsst weiterziehen. Es gibt hier nichts für euch. Kein Essen, keine Kleidung, kein Dach über dem Kopf. Wir können nicht mit euch allen teilen. Geh jetzt einfach.“

In diesem Augenblick veränderte sich Femke. In einem einzigen Moment holte sie alles ein, was ihr passiert war. Sie hatte alles verloren. Heimat, Familie. Ihren Liebsten. Ein Leben. Ein Leben mit Regeln. Eine Zukunft. Um sie herum gab es nur noch Schlick und den Geruch der Verwesung. Sie wollte vor diesen Menschen nicht zerbrechen. So nickte sie nur, drehte sich um und verließ das Haus. „Warte“, rief eine Stimme hinter ihr. Die Frau kam mit einigen Sachen in der Hand zurück. „Mein Sohn hat versucht, das Vieh zu retten. Er kam nicht zurück. Seine Sachen sollten dir passen.“ Sie drückte Femke eine dicke Jacke, ein paar Stiefel, eine Schultertasche und eine Strickmütze in die Hand. Und einen halben Laib Brot. Femke liefen jetzt die Tränen über das Gesicht. Die Frau ging einfach wieder. Und das einzige, was Femke denken konnte war, was sie tun könnte, um diese Sachen zu beschützen. Sie waren jetzt ihr Besitz. Sie würde nicht teilen. Eine große Veränderung hatte begonnen.

Die Küstenlandschaft hatte sich völlig verändert. Das Land war in viele Inseln zerbrochen. Manche waren nichts als ein großes, schlammiges Moor. Manche nur so groß wie eine Warft. Gelegentlich ein höher gelegenes Gehöft, das es überstanden hatte. Stück für Stück gab das Meer immer mehr Trümmer frei. Schlammige Gärten und Felder. Reste von Häusern. In einigen Dörfern standen noch ein paar der Backsteinbauten und Kirchen, die von Hilfesuchenden belagert wurden. Aber auch die Kirche hatte nichts zu geben. Der Schiffsverkehr zog an dieser Küste vorüber. Eine Weile später würden neue Häfen an Orten entstehen, die früher weit im Landesinnern gelegen hatten. Femke streifte ziellos durch die Gegend und versuchte, dieses neue Land zu begreifen. Bisweilen stieß sie auf andere Landstreicher. Manchmal auf Grüppchen, die sich zusammengetan hatten und sich abends um ein Feuer versammelten. Es gab nur Hunger und Elend. Manchmal fand Femke etwas Brauchbares in den Trümmern, das man tauschen konnte, gelegentlich sogar ein paar Vorräte, die irgendwo gestrandet waren. Sie blieb in der Nähe des Meeres und fing Krebse und kleine Fische.

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